Die
Rattenballade
Als
sie ihn ans Kreuz geschlagen hatten Kamen sie von allen Seiten
an Feige und gemeine kleine Ratten Sie zusammen trugen Schuld
daran So waren sie, so war`s einmal, vor langer, langer Zeit. Und
wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heut`. Sie
nagen und schmatzen, sie jagen und kratzen Verbergen sich im
Schmutz. Wer fasst sie und hält sie? Wer hasst sie und stellt sie? Und
wer gibt ihnen Schutz?
Als
die Hexe überm Reisig brannte Kamen sie von allen Seiten an Feige
Ratten, flinke und gewandte Sie zusammen trugen Schuld daran. Sie
hetzen in Eile, zerfetzen das Heile Und blasen in die Glut. Wer
sucht sie und fängt sie, verflucht sie, verdrängt sie? Ùnd wer
pflegt ihre Brut?
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Als
die Weißen auf die Schwarzen schlugen Kamen sie von allen Seiten
an. Böse, kleine Ratten und sie trugen Blut`ge Fahnen und
die Schuld daran. Sie beißen und schreien, zerreißen und speien Verbreiten
Tod und Pest. Wer bringt sie zur Strecke, bezwingt die Verstecke? Und
wer baut neu ihr Nest?
Als
in Auschwitz die Kamine rauchten Kamen sie auf einen Pfiff heran Böse
braune Ratten, und sie brauchten Ihren Führer für die Schuld
daran. So waren sie, so war`s einmal - vor gar nicht langer Zeit Und
weil sie nicht gestorben sind, drum leben sie noch heut`. Imstande
zu morden, als Bande, in Horden Steh`n sie in Reih und Glied. Wer
kennt die Gelichter, wer nennt sie dem Richter Und wer pfeift
neu ihr Lied?
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